Solarzellen unter UV-Licht

Standardisierte Testbedingungen zur schnelleren Entwicklung von Solarzellen der dritten Generation

Artikel unter Mitarbeit von Prof. Dr. Ulrich S. Schubert und PD Dr. Harald Hoppe im renommierten Fachblatt "nature energy" erschienen
Solarzellen unter UV-Licht
Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Meldung vom: 23. Januar 2020, 15:33 Uhr | Zur Original-Meldung

Die Anzahl an neuen wissenschaftlich relevanten Materialien erhöht sich rasant und ermöglicht die Entwicklung komplexer Mischmaterialien. Das Problem dabei ist, dass einzelne Forschungsgruppen nicht mehr in der Lage sind, alle Materialkombinationen zu testen. Bei deren Erforschung und Anwendung - beispielsweise bei der Entwicklung neuer Solarzellen - wird die internationale Kooperation zwischen Laboren daher immer wichtiger.

Die Grundlage für diese Kooperationen ist die Vergleichbarkeit der Messergebnisse von Labor zu Labor. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, sich auf einheitliche Testbedingungen zu einigen. Im Rahmen einer neuen Publikation in der Fachzeitschrift "nature energy" haben sich nun internationale Experten auf dem Gebiet der Solarzellforschung, angeführt von Prof. Dr. Monica Lira-Cantu (ICN2, Barcelona, Spain) und Prof. Dr. Eugene Katz (Sede Boker Campus, Israel) und unter Beteiligung der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Ulrich S. Schubert, auf standardisierte Testbedingungen verständigt.

Dabei weichen diese Testbedingungen von den bereits bekannten Standards der International Electrotechnical Commission (IEC) für Silizium und Solartechnologien der zweiten Generation aus gutem Grund ab: Diese Tests sind zum Teil nicht geeignet, um die noch nicht bis ins letzte Detail verstandenen Alterungsmechanismen von Solarzellen der dritten Generation zu erforschen. Damit stellt die Publikation einen wichtigen Beitrag zum rasanten Fortschritt der modernen Solartechnik dar.

Solarzellen der dritten Generation bestehen zum Beispiel aus organisch-anorganischen hybriden Perowskiten. Diese enthalten mindestens drei Ausgangstoffe und sorgten für viel Furore, da deren Energieumwandlungseffizienzen (Wirkungsgrade) auf Labormaßstab in wenigen Jahren zu Solarzellen auf Basis von mono-kristallinem Silizium aufgeschlossen haben. Dabei sind diese Perowskite-Solarzellen auch wesentlich leichter und kostengünstiger herzustellen.

Den kompletten Artikel mit dem Titel "Consensus statement for stability assessment and reporting for perovskite photovoltaics based on ISOS procedures" finden Sie hier.

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